Screenshot von Vennhoff Automobile
Business-Website

Vennhoff Automobile.

2026 · Autohaus und Werkstatt, Referenzprojekt

Kfz-Websites sehen einander ähnlich: blau, weiß, ein roter Preisstörer, ein Kachelteppich aus Fahrzeugen, dazwischen Bestandsdaten aus einem Portal. Genau deshalb habe ich diese Branche als Referenz gewählt. Vennhoff Automobile ist ein frei erfundener Familienbetrieb, und alles daran ist selbst gebaut, von der Marke bis zum Livegang. Die Positionierung trägt die Gestaltung: ein Betrieb, der nicht der billigste ist, sondern der berechenbare. Jedes Fahrzeug läuft vor der Übergabe durch die eigene Werkstatt, die Historie liegt offen, der ausgewiesene Preis gilt. Daraus folgen zwei Entscheidungen, die auf jeder Seite sichtbar sind. Der Preis bekommt keine eigene Farbe, denn ein Preis, der schreit, ist ein Preis, der verhandelt werden soll. Und der Werkstattnachweis steht als festes Datenfeld über dem Preis, weil er das eigentliche Versprechen ist. Die dunkle, redaktionelle Anmutung ist keine Stilübung. Automobil ist eine der wenigen Branchen, in denen Dunkelheit inhaltlich begründet ist, weil Showroom, Lack und Licht genau davon leben. Die Farbwelt wurde nicht ausgesucht, sondern gerechnet: 42 Farbpaare, jedes gegen die Kontrastanforderung geprüft, bevor das erste Bauteil entstand. Als Akzent ein warmes Messing statt des branchenüblichen Signalorange. Die Handschrift ist das Lichtband, eine schmale Reflexion, die einmal quer über eine Fläche wandert, so wie Licht über Lack läuft, wenn man an einem Fahrzeug vorbeigeht. Sie hat einen ruhenden Zustand und hält deshalb auch im Standbild und bei abgeschalteter Bewegung. Eine Signatur, die nur in Bewegung existiert, ist keine. Funktional beweist sich die Seite dort, wo Demonstrationsobjekte üblicherweise auffliegen. Die Fahrzeugfilterung nach Marke, Antrieb, Getriebe, Preis und Laufleistung läuft wirklich, rein im Browser, mit teilbarem Zustand in der Adresszeile. Jedes der fünfzehn Fahrzeuge führt die vollständigen Pflichtangaben nach Pkw-EnVKV, also Verbrauch, Emissionen und Effizienzklasse. Ein Fachkundiger sieht an genau diesen Feldern, ob jemand die Branche kennt. Die Formulare sind vollständig gebaut, validiert und barrierefrei, versenden aber nichts. Das steht so in der Datenschutzerklärung, und ein automatischer Test erzwingt es. Eine Demoseite, die eine Datenverarbeitung beschreibt, die es nicht gibt, wäre der erste Bruch mit dem eigenen Anspruch. Geprüft wurde gegen vier ausführbare Gates im Build, dazu 140 funktionale Einzelprüfungen an echten Nutzerwegen, ohne einen einzigen schweren Befund. Ehrlich bleibt eine Grenze: Die Fahrzeugbilder stammen aus freier Lizenzfotografie und wurden in drei Durchgängen getont, in den Hintergründen abgesenkt und eng angeschnitten. Elf von fünfzehn lesen sich danach als ein Satz, vier nicht ganz. Freie Bildarchive liefern keine fünfzehn Fahrzeuge einer Klasse in einer gemeinsamen Kulisse. Für ein echtes Autohaus wäre das der Punkt, an dem ein Fotoshooting beginnt.

28 Seiten, dunkel-editoriale GestaltungFahrzeugbestand mit echter Filterung und Sortierung im BrowserVollständige Pflichtangaben nach Pkw-EnVKV je FahrzeugEigene Bewegungssignatur mit ruhendem Zustand42 gerechnete Kontrastpaare als Gate im Build140 funktionale Prüfungen, kein schwerer BefundWCAG 2.2 Level AA, vollständig tastaturbedienbarSelbst gehostete Schriften, keine Third-Party-Ressourcen
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